WM in Falun: geniale Erfahrung.

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Ich freute mich sehr über die Selektion vom Startplatz im Teamsprint. Ich bin kurz nach dem Klassisch Sprint in Falun angekommen und sah eine riesige Masse an Leuten. Tausende Langlaufverrückte machten sich wieder auf den Heimweg. Ich war überwältigt, was mich sehr motiviert hat.
Auch ein grosses Highlight war das Vorbereitungstraining am Vortag. Gianluca und ich bewegten uns auf der Skating Runde kurz vor dem Start vom Skiathlon der Frauen. Wir trainierten inmitten einer Unmenge von Fans am Mörderbakken.
Am Renntag war ich noch nervöser als die Tage zuvor. Ich lief die erste Ablösung, ich fühlte mich super. Die ersten zwei Runden konnte ich problemlos vorne mithalten. Doch in der letzten Runde lief ich total am Limit. Denn in der letzten Runde wurde von links und rechts attackiert. Ich lief immer noch vorne mit, doch ich hatte in den Abfahrten so müde Beine, dass ich im nachhinein froh war, dass ich nicht zusammenbrach. Ich schickte Gianluca mit geschätzten drei Sekunden Rückstand auf die letzte Runde. Er konnte die Lücke schnell schliessen und kämpfte sich sogar bis auf den zweiten Platz vor. Doch leider stürzte er im zweiten Aufstieg und verlor den Anschluss. Somit verpassten wir den Finaleinzug.
Zufrieden können wir nicht sein, doch ich weiss, dass wir das Zeug haben, irgendwann ganz vorne mitlaufen zu können.
 
Eine Woche nach den Weltmeisterschaften am 28. Februar und am 1. März bin ich an zwei Rennen in Rogla gestartet.
Am Samstag ein Skating Sprint. Mein erster Skating Sprint überhaupt im COC bei den Herren. Im Prolog besetzte ich den 16. Rang. Im Viertelfinale lief es schon besser und ich konnte meine Sprintfähigkeiten in Szene setzen. Als Lucky Loser ging es weiter ins Halbfinale. Dann lief ich als dritter ein und kam knapp nicht ins Finale. Schlussendlich wurde ich Siebter. Mit diesem Rang war ich sehr zufrieden.
Am Tag darauf lief ich den 30er in der Klassischen Technik. Ich fühlte mich super und startete für meine Verhältnisse sehr schnell. 10km hatte ich gute Skis, doch dann hatte ich Mühe in den Aufstiegen. Nach etwa 15km hatte ich gar keinen Gripp mehr unter den Skis und konnte die Aufstiege nicht mehr normal laufen. Viele Athleten gaben das Rennen auf.  Ich kämpfte mich die letzten 15km noch irgendwie durch und konnte wieder eine Erfahrung, eine negative Erfahrung, abhaken. 
 
Heute bin ich nach Lahti gereist, wo ich meinen letzten Weltcupeinsatz dieser Saison haben werde. Ich freue mich sehr auf den Sprint übermorgen. 
 
Liebe Grüsse aus Finnland.
Roman
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